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Mrz 07

Wein als Geldanlage – ein lohnendes Investment?

Wer sich mit Geldanlagen beschäftigt findet auf dem Markt unzählige Produkte, die eine mehr oder weniger hohe Rendite versprechen und mit unterschiedlichen Risiken behaftet sind. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten mit hohen Staatsverschuldungen und unklaren Aussichten für die Entwicklung der Inflationsrate wenden sich immer mehr Anleger rein materiellen Gütern als Anlageobjekt zu. Seit Jahren steigt der Preis für Edelmetalle und für Gemälde und Antiquitäten werden auf Auktionen immer neue Rekordpreise erzielt.

Erlesene Spitzensorten sind begehrt

Die Geldanlage in Wein ist ein recht exotisches Investment. Die Anlage eignet sich vor allem für Weinkenner. Vor einer Investition sollte sich der Anleger genaue Informationen über die bevorzugten Anlageobjekte einholen. Die international bekanntesten Marken mit guten Renditechancen kommen aus Bordeaux. Ein Lafite-Rothschild oder Haut-Brion erlebten oft schon im ersten Jahr nach Freigabe erstaunliche Wertzuwächse. Wichtig ist bei dieser Geldanlage, dass der Wein nicht als Konsumgut betrachtet wird sondern ganz nüchtern als Investment. Entscheidend für die Wertentwicklung des Weins ist die Qualität des Jahrgangs. Ein Spitzenjahrgang kann innerhalb eines Jahres bis zu 100 Prozent an Wert zulegen, während qualitativ schlechtere Jahrgänge Wertverluste zu verzeichnen haben.



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Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis

Wie bei allen produzierten Gütern bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. In aufstrebenden Wirtschaften wie China, Russland und Indien wächst parallel zur Wirtschaft auch die materiell gut gestellte Oberschicht. Spitzenweine aus Frankreich sind in diesen Kreisen längst zum Statussymbol geworden und die Nachfrage nach den erlesenen Tropfen steigt an. Für eine Geldanlage in Wein spricht die Tatsache, dass das Angebot an Spitzenweinen endlich und ein bestimmter Jahrgang nicht reproduzierbar ist. Dieses Alleinstellungsmerkmal hat in der Vergangenheit schon zu erheblichen Wertsteigerungen bei einigen Jahrgängen geführt. Eine generelle Übersicht über die Wertentwicklung des Weins liefert der Londoner Wein-Index Liv-Ex. 1994 ins Leben gerufen, bildet er die Preisentwicklung von 100 Weinen ab und hat sich seit seiner Auflage mehr als verdoppelt. Dennoch unterliegt auch dieser Markt Schwankungen, wie der Einbruch von knapp 20 Prozent im Jahr 2011 zeigt.

Handel auf Auktionen

Die größten Mengen erlesener Weine werden auf Auktionen gehandelt. Die bekanntesten Auktionshäuser Sotheby’s und Christie’s wickeln weltweit etwa 90 Prozent des gesamten Handels ab. Die Gebühren für An- oder Verkauf liegen zwischen 10 und 15 Prozent. Hinzu kommen noch weitere Kosten für Transport und Versicherungen.

Anleger müssen sich darauf einstellen, dass es mitunter größere Schwankungen in der Wertentwicklung geben kann. Wein als Geldanlage eignet sich daher vor allem als längerfristige Kapitalanlage.

Bettina Ehrling

http://wein-stein.info/

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3 Kommentare

  1. evelyn bartolmai

    bisher dachte ich, guter wein wird am besten getrunken – jetzt werde ich wohl einen weinkeller anlegen;)

    1. Bettina Ehrling

      das kommt darauf an, viele Weine sind heute zum baldigen Verbrauch bestimmt, aber die richtig guten, kann man lange lagern und erzielt dann auch dementsprechende Preise bei den Liebhabern :-)

  2. Thomas

    Wein als Geldanlage ist ein unheimlich interessantes Thema. Ich finde es immer faszinierend wie gute Weine mit der Zeit immer wertvoller werden. Ich war selbst schon einmal in einem sehr alten Weinkeller mit vielen Seltenheiten darin.

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